Passivrauchen
Ist Passivrauchen gefährlich?
Rauchen in geschlossenen Räumen ist keine Belästigung, sondern laut Deutschem Krebsforschungszentrum eine Gesundheitsgefährdung mit Todesfolgen.
- Über 2000 Nichtraucher sterben jährlich durch Passivrauchen an Herzerkrankungen.
- 770 Nichtraucher sterben durch Passivrauchen an einem Schlaganfall
- 260 Passivraucher sterben an Lungenkrebs,
- 50 an anderen Lungenerkrankungen, und
- etwa 60 Säuglinge sterben pro Jahr, weil die Eltern Raucher sind oder weil ihre Mutter während der Schwangerschaft rauchte.
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Die Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe hat das Passivrauchen am Arbeitsplatz bereits 1985 in die Schrift "Maximale Arbeitsplatzkonzentrationen und Arbeitsstofftoleranzwerte" (die so genannte MAK-Liste) aufgenommen.
Passivrauchen wird in dieser grundlegenden Liste zur Beurteilung einer möglichen Gefährdung im Beruf als eindeutig krebserregend bezeichnet.
Quelle:
(Dezember 2005, Veröffentlichung "Rote Reihe: Passivrauchen - ein unterschätztes Gesundheitsrisiko", www.tabakkontrolle.de/pdf/Passivrauchen_Band_5_2Auflage.pdf)
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält das des Passivrauchen für ein sehr dringliches Problem und charakterisiert es als eine echte und starke Bedrohung.
Belegte Gesundheitsrisiken für Passivraucher
- Asthma (Entstehung und Verschlimmerung)
- Lungenentzündung (Entstehung und Verschlimmerung)
- Bronchitis (Entstehung und Verschlimmerung)
- Atembeschwerden (allgemein)
- akute oder chronische Herzerkrankungen
- Mittelohrentzündungen bei Kindern
- Lungenkrebsrisiko erhöht
- Herzinfarktrisiko erhöht
- Schlaganfallrisiko erhöht
Quelle:
(Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg -
www.krebsinformationsdienst.de/Fragen_und_Antworten/rauchen_und_passivrauchen.html)
Schutz von Kindern vor dem Passivrauchen
Mehr als sechs Millionen Kinder werden täglich Tabakrauch ausgesetzt. Über 50% aller Kinder in Deutschland lebt in einem Haushalt, in dem mindestens eine Person raucht. Dies komme, so das Deutsche Krebsforschungszentrum, einer Körperverletzung gleich: Schon bei Un- und Neugeborenen von Raucherinnen finden sich Abbauprodukte des Rauchs im allerersten Urin, der noch vor der Geburt gebildet wird. Die Abbauprodukte lassen sich auch in der Muttermilch nachweisen, darunter Nikotin, das den Säugling entsprechend unruhig werden lässt.
 | Als Folgen für die Gesundheit der betroffenen Kinder halten Experten vieles für möglich: Rauchende Schwangere müssen mit Frühgeburten und einer höheren Rate von Totgeburten rechnen; das Geburtsgewicht der Kinder ist niedriger, der Kopfumfang kleiner, und später wachsen die Kinder schlechter. Wird in Gegenwart von Kleinkindern geraucht, kann dies, so das Deutsche Krebsforschungszentrum, zu Asthma führen oder dies verschlimmern, zu Lungenentzündungen, Bronchitis und Mittelohrentzündungen. Selbst bei Kindern zählt das Passivrauchen schon für ihr späteres Lungenkrebsrisiko, vielleicht auch für das Risiko anderer Krebsarten mit. Der Geruchssinn leidet, Herz und Kreislauf sind weniger leistungsfähig; und die Experten schließen nicht einmal aus, dass Verhaltensstörungen bei Kindern mit dem Rauchen der Erwachsenen in ihrer Umgebung in Zusammenhang stehen. |
Quelle:
(www.tabakkontrolle.de/pdf/Passivrauchen_Band2_4_Auflage.pdf)
Passivrauchen führt bei Kindern zu:
- Asthma bzw. Verschlechterung des Krankheitsbildes
- Bronchitis
- Lungenentzündung
- Mittelohrentzündung
- Erhöhtes Lungenkrebsrisiko
- Verringerter Geruchssinn
- Herz und Kreislauf sind leistungsvermindert
- Sogar Verhaltensstörungen der Kinder werden mit dem Rauchen der Erwachsenen in Verbindung gebracht.
Quelle:
(www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2005/dkfz_pm_05_71.php)
Erhöhte Risiken durch Passivrauchen in der Stillzeit, im Säuglings- und Kindesalter:
- Störungen des Allgemeinbefindens wie Bauchweh, Schwindel, Kopfschmerzen,
- Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen
- Plötzlichen Säuglingstod (SIDS)
- Mittelohrentzündungen (akut oder chronisch)
- Lungenentzündungen
- Bronchitis
- Entwicklung Verschlimmerung von Asthma, vermehrte Asthmaanfälle
- Verzögertes Wachstum der Lungen, verminderte Lungenfunktion
- Verzögerte Lautentwicklung
- Eingeschränkter Geruchssinn
- Übergewicht, Fettsucht
- Entstehung von Karies bei den kindlichen Milchzähnen
- Verhaltensauffälligkeiten
- Erbgutschädigungen und mögliche Krebserkrankungen
- Hirnhautentzündung
- Narkosekomplikationen
Quelle:
(© 2007 WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle im Deutschen Krebsforschungs- zentrum, Heidelberg - http://www.tabakkontrolle.de/index.php?
firstid=37317&cf_session=9dc950094f59b891f04288714f643d30)