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Jugendliche und Rauchen | (nach "Jugendliche Raucher" Information der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 2001) Der Anteil der Raucher bei 12- bis 25-jährigen Jugendlichen in der Bundesrepublik Deutschland beträgt 38 Prozent (männlich 38%, weiblich 37%). Wobei die Raucherquote der 12- bis 15-Jährigen ist mit 19 % deutlich niedriger ist. In diesem Alter entscheiden sich die Jugendlichen zwischen Raucher und Nichtraucher: Bei den 16- bis 19-Jährigen erreicht die Raucherquote dann 45% und bleibt bei den 20- bis 25-Jährigen mit 44% auf diesem Niveau. |
Zigaretten pro TagDie 12- bis 25-jährigen Raucher rauchen im Durchschnitt 10,3 Zigaretten pro Tag. Mit höherem Alter steigt der Anteil der starken Raucher: Bei den 12- bis 15-Jährigen rauchen 4% mindestens 20 Zigaretten pro Tag, bei den 16- bis 19-Jährigen sind es 13% und bei den 20- bis 25-jährigen sogar 27%.Der Anteil der Raucher bei den 12- bis 15-Jährigen steigt seit 1989 wieder signifikant an. Das gilt für Mädchen und Jungen. Dabei fällt der in den letzten Jahren stattfindende Wiederanstieg der Raucherquote bei den Mädchen noch etwas stärker aus. Mittlerweile rauchen in der Altersgruppe der 12- bis 15-Jährigen sogar etwas mehr Mädchen als Jungen. NieraucherEnde der 70er Jahre blieben mehr Mädchen als Jungen Nieraucher, heute haben sich die Nieraucherquoten von Mädchen und Jungen angeglichen.AusbildungWenn man den Zusammenhang zwischen der Ausbildungsstufe der Jugendlichen und ihrem Rauchverhalten betrachtet, dann zeigt sich: Haupt- und Realschüler rauchen häufiger als Gymnasiasten (bis einschl. Klasse 10); Ab der 11. Klasse rauchen Berufsschüler häufiger als Gymnasiasten und Erwerbstätige rauchen häufiger als Studenten. Es zeigt sich auch deutlich, dass mit dem Eintritt in das Berufsleben der Anteil der Raucher unter den Jugendlichen steigt: Berufsschüler und Erwerbstätige weisen gegenüber ihren Vergleichsgruppen jeweils die höheren Raucherquoten auf.FreundeskreisesOb Raucher oder Nichtraucher hängt bei Jugendlichen stark von Freundeskreis ab. Hier gibt es drei Punkte, die diese Entscheidung beeinflussen:1. Im unmittelbaren Freundeskreis der Jugendlichen wird entweder häufig oder selten geraucht (Von den Nichtrauchern gehört nur ein Viertel (27%) zu Freundesgruppen, in denen viel geraucht wird (Jungen: 28 %, Mädchen: 26 %)); 2. das Rauchen wird vom Freundeskreis eher abgelehnt oder eher akzeptiert wird; 3. wie hoch ist die soziale Unterstützung des Nichtrauchens im Freundeskreis. Von den Nichtrauchern gehört nur ein Viertel (27%) zu Freundesgruppen, in denen viel geraucht wird (Jungen: 28 Prozent, Mädchen: 26 Prozent). Vereinsmitgliedschaft und RauchenMitglieder in Sportvereinen sind häufiger Nieraucher: 55 Prozent der Vereinsmitglieder haben nie oder kaum geraucht, gegenüber 44 Prozent der Nicht-Mitglieder. Starkes Gesundheitsbewusstsein ist bei Mitgliedern von Sportvereinen weiter verbreitet ist als bei Nicht-Mitgliedern. Dies deutet darauf hin, dass Sportvereine ein geeignetes Mittel für die Prävention des Rauchens sind.Gründe für das RauchenAls Begründungen für das Rauchen sagen viele Jugendliche,- Rauchen steckt an
- Rauchen beruhig
- Zigarettenpause schafft Wohlbefinden
- Rauchen schmeckt
Stressbewältigung durch Rauchen spielt eher eine untergeordnete Rolle. Auffällig ist aber, dass auch die jugendlichen Nichtraucher die gleichen Argumente für das Rauchen nennen, wie die Raucher, mit nahezu derselben Rangfolge der Gründe für das Rauchen. Dies zeigt, dass die Jugendlichen relativ homogene Vorstellungen über die positiven Eigenschaften des Rauchens haben. Einschätzung des RauchverhaltensFragt man die 12- bis 25-Jährigen, wie sie ihr eigenes Rauchverhalten in der Zukunft einschätzen, so zeigt sich, dass immer mehr Raucher berichten, in Zukunft auf das Rauchen verzichten zu wollen: Während 1997 215 der 12- bis 25-jährigen Raucher angaben, in ca. fünf Jahren wahrscheinlich bzw. sicher nicht zu rauchen, sind es 2001 52%. Damit hat sich diese Zahl in den letzten Jahren mehr als verdoppelt.ZusammenfassungDer langfristige Trend ändert sich. In den beiden vergangenen Jahrzehnten ging in Deutschland die Zahl 12- bis 25-jährigen Raucher langsam und kontinuierlich zurück. Seit einigen Jahren ändert sich der der Tabakkonsum gerade bei den jüngeren Jugendlichen, mehr Jüngere fangen an zu rauchen. Für die 20- bis 25-Jährigen gilt nach wie vor, dass der Raucheranteil sinkt. Bei den 16- bis 19-Jährigen stagniert die Raucherquote jedoch nur bei den männlichen Jugendlichen, bei den weiblichen Jugendlichen dieses Alters nimmt der Anteil der Raucherinnen wieder zu. Besonders aber verändert sich der Tabakkonsum der 12- bis 15-Jährigen. Bei ihnen steigt der Anteil der Raucher seit 1989 wieder deutlich. Diese jüngeren Jahrgänge sind somit eine besonders wichtige Zielgruppe für die Tabakprävention. Gruppenklima begünstigt die Ausbreitung des Rauchens. Prävention muss berücksichtigen, dass Rauchen bei den Jugendlichen vor allem mit Genuss und Entspannung in Verbindung gebracht wird.
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